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Zwölf eSport-Verbände gründen Europaverband

Das EEMB-Treffen auf der gamesweekberlin trägt Früchte: Zwölf eSport-Verbände aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, der Türkei, Russland, Schweden, Österreich, Serbien, der Slowakei, Ungarn, der Ukraine und Belgien schließen sich zu einem Europa-eSport-Verband zusammen, der die Interessenvertretung europaweit organisieren soll. Gemeinsam soll unter anderem die Frage nach einer einheitlichen eSport-Definition geklärt werden.

24.04.2019 08:20 • von

"Wir brauchen eine europäische Vision für den eSport." So lautete die Einigung der eSport-Verbände auf dem European Esports Meeting Berlin (EEMB19), das am Mittwoch (17. April) im Rahmen der gamesweekberlin stattfand. 15 eSport-Verbände nahmen an dem Treffen teil. Zwölf davon nahmen sich den Entschluss zu Herzen und gründen nun einen europäischen Verband um die Interessenvertretung des eSports gemeinsam auf Europa-Ebene zu organisieren. Zu Beginn besteht er aus Verbänden aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, der Türkei, Russland, Schweden, Österreich, Serbien, der Slowakei, Ungarn, der Ukraine und Belgien.

Die Ergebnisse des EEMB19 wurden in der "Berliner Erklärung" niedergelegt. Dieser legt den Rahmen für das Selbstverständnis und die Ziele des europäischen eSport-Verbands fest. Dazu gehört unter anderem die Einigung auf eine einheitliche eSport-Definition und die Beziehung zu anderen Interessenvertretungen im eSport-Bereich. Das erste offizielle Arbeitstreffen nach Gründung des Verbands wird am 28. Mai vom Schweizerischen eSports-Verband in Lausanne ausgerichtet.

"Diesen Stein jetzt tatsächlich ins Rollen gebracht zu haben, ist der große Durchbruch des EEMB19", so ESBDGeschäftsführer Hans Jagnow. "Jetzt fangen die konkreten Verhandlungen an, es gilt viele Detailfragen zu klären. Ein enorm wichtiger Schritt ist, dass wir uns als Verbände gemeinsam hinter dem Ziel der Gründung eines europäischen eSport-Verbandes versammeln konnten. So kurz vor der Europa-Wahl und mit der Drohung eines chaotischen Brexit stellt sich die europäische Idee aktuell sehr fragil dar. Das Bekenntnis der eSport-Bewegung zu Europa ist darum ein stärkendes Signal: Europa ist die Zukunft für viele junge Menschen. Wie keine andere Sportbewegung profitiert eSport von den europäischen Freiheiten, die insbesondere die EU garantiert."

Eine erstmalige Vernetzung der eSport-Verbände fand auf dem IOC Esports Forum in Lausanne im Juli 2018 statt, ein weiteres Auftakttreffen in Paris im Januar 2019. Zum EEMB 19 lud der ESBD dann nicht nur eSport-Verbände, sondern auch die Interactive Software Federation of Europe (ISFE) sowie europäische Veranstalter von ESL und StarLadder ein.