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Womenize!: Vereint für eine faire Chance

Starke Frauen, tolle Vorträge - die Womenize! war auch 2019 ein Highlight der gamesweekberlin. Denn egal wie weit Frauen in der Männerdomäne Games schon gekommen sind, noch ist man lange nicht am Ziel.

11.04.2019 10:29 • von

Ein gut gefüllter Saal und der spürbare Wille sich gegenseitig zu Bestärken, um die Hindernisse einer noch immer männlich dominierte Gamesbranche gemeinsam zu überwinden. Die Womenize! ist keine Konferenz, bei der es darum geht zu lernen, wie man sich in der Männerdomäne Games durchsetzt. Es ist vielmehr eine Konferenz, bei der sich Frauen gegenseitig Mut machen, ihren eigenen Weg in dieser Branche zu gehen. Und gerade deshalb ist die Womenize! so wichtig. Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich am 10. April in der Kulturbrauerei in Berlin um Geschichten und berufliche Lebenswege anderer starker Frauen zu hören, um sich auszutauschen.

Bereits das erste Bühnengespräch zwischen Rachel "Seltzer" Quirico und Moderatorin Melek Balgün ließ erahnen, welche Schwierigkeiten auf Frauen bei ihrem beruflichen Weg in der Gamesbranche warten. Als Host von eSports-Events hat sie erlebt, wie kritisch das Gamer-Publikum sein kann. Und das man nicht jede Kritik an sich heran lassen sollte. Schließlich könne man es ohnehin nicht allen Recht machen. "Du kannst nicht gewinnen, also mach einfach", sagte Seltzer und gab damit so etwas wie das Motto vor, das nahezu alle Sprecherinnen des Tages vereint. Denn egal ob Valentina Tamer von King, Rae Grimm von GamePro oder Carolin Wendt von CD Projekt Red, sie alle berichten über ihre Karrieren, bei denen sie sich selbst stets treu blieben.

Eine Narrative Game Designerin, eine Teamleaderin im Medienbereich und eine Community Managerin - auch die Auswahl der Sprecherinnen zeigt, dass Frauen inzwischen in allen Facetten der Gamesbranche angekommen sind; wenn auch nicht in der Breite, die wünschenswert wäre. Denn auch dass zeigte die Womenize! 2019: Der Weg bis Diversität und Gleichberechtigung in der Branche und beim Publikum Normalität sind, der ist noch lang. Dabei geht es den Frauen weder um Bevorzugung noch Bevormundung. Vielmehr brachte es Moderatorin Melek Balgün sehr schön auf den Punkt: "We want a fair chance". Wer kann da nein sagen?