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Kulturrat kritisiert DCP-Gala

Olaf Zimmermann, der Jury-Vorsitzender des Deutschen Computerspielpreis (DCP) und Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, wendet sich mit einem offenen, ungewöhnlich scharfen Brief an die DCP-Ausrichter. Der Preis sei in einem "Meer der Dämlichkeiten" untergegangen, so Zimmermann.

11.04.2019 10:54 • von

Der Deutsche Computerspielpreis (DCP) ist vor zwei Tagen in Berlin vergeben worden, doch die Debatte um die Gala hält an. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, der zugleich Jury-Vorsitzender des DCP ist, übt nun scharfe Kritik an der Preisverleihung. In einem offenen Brief an die Ausrichter, das Bundesverkehrsministerium, die Bundesregierung und den game-Verband, spricht er von einem bodenlosen Niveau, das vor allem auf die Moderatorin Ina Müller zurückzuführen sei: "Sexistische, rassistische und besonders viele absolut dümmliche Witze quollen der Moderatorin ungebremst aus dem Mund, dass man sich nach einer Moderation durch Mario Barth geradezu gesehnt hat", wütet Zimmermann. Der DCP 2019 versank nach Ansicht des Kulturratspräsidenten in einem "Meer der Dämlichkeiten". Die diesjährige Show sei ein herber Rückschlag für den gesamten Deutschen Computerspielpreis.

Ina Müller moderierte die DCP-Gala in diesem Jahr zum ersten Mal. In den Vorjahren hatte Barbara Schöneberger durch den Abend geführt. Ab dem kommenden Jahr wechselt die Verwortlichkeit für die DCP-Show ins Bundespresseamt. Ob auch dann Ina Müller noch einmal eingagiert wird, darf bezweifelt werden.

Auch GamesMarkt-Chefredakteur Stephan Steiniger äußerte sich in einen Kommentar kritisch über den DCP 2019: "Der gemüllerte DCP".