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Interaktives Deutschland-Korea-Projekt feiert Premiere in Berliner Gedenkstätte

"Mauerspechte - von der DMZ zur Berliner Mauer" feiert Premiere in Berlin. Das Spiel entstand aus einer Kooperation zwischen dem südkoreanischen Entwickler Nolgong und dem Goethe-Institut Korea mit Unterstützung der Stiftung Berliner Mauer.

18.01.2019 11:20 • von

Das Kooperationsprojekt des Goethe-Instituts Korea und des südkoreanischen Entwicklers Nolgong wurde am 17. Januar in der Gedenkstätte Berliner Mauer erstmals präsentiert. "Mauerspechte - von der DMZ zur Berliner Mauer" ist ein digitales Spiel, mit dem das Thema Grenze und Teilung nähergebracht werden soll. Bis zum 3. Februar ist es in der Gedenkstätte in Berlin noch für die Öffentlichkeit zugänglich. Danach reist es weiter nach Korea, wo es am 24. Januar in der Dorasan Station vorgestellt wird und anschließend in der Seoul Citizens Hall gespielt werden kann.

In "Mauerspechte - von der DMZ zur Berliner Mauer" übernehmen Spieler die Rolle eines Journalisten im Jahre 1989, der eine Zeitung mit Nachrichten rund um die entmilitarisierte Zone in Korea und die Berliner Mauer zusammenzustellt. Gespielt wird es in einer App auf Smartphone oder Tablet, entweder allein oder in der Gruppe.

Eröffnet wurde die Premiere in Deutschland von Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer und Bumgoo Jong, Botschafter der Republik Korea in Berlin.

"Das politische Tauwetter zwischen Nordkorea und Südkorea weckt heute neues Interesse an den Themen Teilung und Wiedervereinigung", so Ebert. "Themen, die vor dem Hintergrund der historischen Erfahrungen Deutschlands und Koreas unsere Länder immer verbunden haben. Ich freue mich deshalb, dass das Goethe-Institut Korea den 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer zum Anlass genommen hat, gemeinsam mit den Experten von Nolgong das digitale Spiel ,Mauerspechte - von der Demilitarisierten Zone zur Berliner Mauer' zu entwickeln. Denn es ist wichtig, gerade bei der jungen Generation das Bewusstsein für die noch immer bestehende Teilung Koreas und die historischen Erfahrungen aus der überwundenen Teilung Deutschlands zu schärfen."

"Geschichte muss lebendig gehalten werden, um das Bewusstsein für die eigene Identität zu schärfen", meint Klausmeier weiter. "Hier leistet das Spiel einen wichtigen Beitrag, weil es die virtuelle und die spielerische Dimension mit dem tatsächlichen Erleben des Spielenden verbindet und Teilungsgeschichte kontextualisiert."

In einer anschließenden Keynote sprach die Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Spielekultur Cigdem Uzunogku über das Potenzial digitaler Spiele als Kulturgut und Vermittler kultureller Bildung. Weitere Vorträge von Nolgong-CEO Peter Lee, Hartmut Koschyk, Co-Vorsitzender des Deutsch-Koreanischen Forums und Jeong Se-hyun, Minister für Vereinigung a.D. der Republik Korea standen ebenfalls auf dem Programm.