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Flashpoint: Vorläufiger Gläubigerausschuss stimmt Verkauf zu

Für den insolventen Hamburger Distributor scheint eine Lösung gefunden: Laut der Kanzlei von Insolvenzverwalter Dr. Sven-Holger Undritz hat der vorläufige Gläubigerausschuss dem Verkauf des fortgeführten Geschäfts an die Flashpoint Germany bereits zugestimmt. Eine Ablehnung bei der noch bevorstehenden Gläuberversammlung ist damit sehr unwahrscheinlich.

12.12.2018 10:00 • von
Thomas Altemeier, hier bei der gamescom 2012, dankt seinen Lieferanten und Partnern für die Treue, ohne die der geplante Neustart wohl kaum realisierbar wäre (Bild: Archivbild)

Der Weg für Flashpoint in eine neue Zukunft scheint frei. Wie die Hamburger Kanzlei White & Case per Pressemitteilung verkündet, sei der Neustart unter White & Case Insolvenzverwalter Dr. Sven-Holger Undritz gelungen. Das verschlankte Unternehmen wurde zum 1. Dezember an die Flashpoint Germany GmbH verkauft. Dabei handelt es sich um eine neue Gesellschaft, die von Flashpoint-CEO Thomas Altemeier im Oktober gegründet und Anfang November eingetragen wurde.

Trotz schrieriger Ausgangsbedingungen habe man eine zukunftsorientierte Fortführungslösung erarbeiten können. Die habe zwar nicht alle, aber die überwiegende Mehrheit der Arbeitsplätze sichern können, so Undritz. Laut White & Case wurden 53 Mitarbeiter von der neuen Gesellschaft mit übernommen.

"Es ist schon bemerkenswert, welche Resonanz wir seitens unserer Kunden und Lieferanten erfahren haben", wird Altemeier zitiert. "Für die Treue unsere Partner möchten wir uns an ieser Stelle ganz herzlich bedanken." Neben Altemeier sind mit Markus Blumenberg, Britta Borgmann, Patrick Kapur und Marcel Sommer weitere, erfahrene Flashpoint-Manager auch im Management der neuen Flashpoint Germany GmbH vertreten.

Auch wenn es nach einem guten Ausgang aussieht, ein paar formale Hürden sind noch zu nehmen. Auf Anfrage von GamesMarkt bestätigte White & Case, dass der vorläufige Gläubigerausschuss dem Verkauf bereits zustimmte. Eine Ablehnung bei der Gläuberversammlung scheint also mehr als unwahrscheinlich. Trotzdem gelten zum jetzigen Zeitpunkt die bei Eröffnung des Verfahrens gesetzten Fristen. So können Gläubiger ihre Forderungen gegenüber die insolvente Flashpoint AG noch bis zum 21. Dezember beim Insolvenzverwalter geltend machen. Die Gläuberversammlung, auf der unter anderem der bestellte Insolvenzverwalter aber auch der Gläubigerausschuss von den Gläubigern bestätigt wird, wurde zur Verfahrenseröffnung auf den 30. Januar terminiert.