Games

Drei Forderungen vom game Norddeutschland

Der game Norddeutschland zieht nach und veröffentlicht nach Hamburg als zweites Regionalbüro drei Forderungen für die Stärkung der norddeutschen Gamesbranche. Neben dem Ausbau der örtlichen Förderungsmaßnahmen verlangen die Vertreter vor allem eine bessere Vernetzung der Branche.

05.12.2018 11:10 • von

Knapp einen Monat nachdem der game Hamburg seine Forderungen bekannt gab, zieht nun auch die Vertretung des game-Verbands in Norddeutschland nach. Drei Forderungen spricht das Regionalbüro aus, mit denen die Rahmenbedingungen für die Gamesbranche in Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern verbessert werden sollen.

"Im Norden Deutschlands haben wir viele kreative Köpfe, die tolle Games für Deutschland und die Welt entwickeln können", so Jan Theysen von King Art Games, Ansprechpartner für game Norddeutschland. "Doch unsere regionalen Rahmenbedingungen für die Spiele-Branche sind an vielen Stellen noch unzureichend und lückenhaft. Das wollen wir mit unseren Forderungen nun konkret angehen."

Als wichtigsten Punkt nennen die Vertreter hier - wie auch schon in Hamburg - den Ausbau der regionalen Gamesförderung. Besonders hilfreich wäre dies für Bremen und Mecklenburg-Vorpommern, da es dort aktuell keine vergleichbaren Fördermaßnahmen gibt. Das Gesamtvolumen der seit 2011 verfügbaren Gamesförderung in Niedersachsen sollte indes erhöht werden und auch für Bremen geöffnet werden.

Weiterhin soll die regionale Branche stärker vernetzt werden, was man beispielsweise durch die Etablierung eines eigenen Netzwerks gewährleisten könnte. Zuletzt spricht der game Norddeutschland das Thema Fachkräftebedarf an. Dieser sollte nachhaltig gedeckt werden. Dazu wäre es unter anderem von Vorteil, die Bekanntheitsgrade der bereits existierenden Ausbildungsstätten zu erhöhen sowie weitere dedizierte Games-Studiengänge anzubieten.

"Die Games-Branche in Deutschland lebt von der Vernetzung untereinander, vom Erfahrungs- und Wissensaustausch", meint Hendrik Rump von Quantumfrog, ebenfalls Ansprechpartner für game Norddeutschland. "Wegen ihrer großflächigen Verteilung ist es deshalb gerade für die Games-Branche in Norddeutschland wichtig, zentrale Anlaufstellen zu haben, bei denen sich Games-Akteure, Bildungseinrichtungen und Co. treffen können. Nur so können alle voneinander profitieren und den Games-Standort Norddeutschland voranbringen."