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Hochschule Mittweida richtet esport-Lab im DFB-Gründerhaus ein

Mitte November schlossen die Hochschule Mittweida und der sächsische Fußball-Verband (SFV) eine Kooperation zum Austausch von Wissen und Informationen mit besonderem Fokus auf eSport. Zudem richtet die Hochschule ein eSport-Science-Lab ein, ausgerechnet in dem Haus, in dem einst der Deutsche Fußballbund (DFB) gegründet wurde.

21.11.2018 15:08 • von
Ludwig Hilmer, Rektor der Hochschule Mittweida und SVF-Präsident Hermann Winkler in der Bildmitte werden flankiert von den Professoren Christof Amrhein, Alexander Marbach und André Schneider sowie Volksbank Vorstand Leonhard Zintl (v.l.). (Bild: Hochschule Mittweida)

Die Hochschule Mittweida und der sächsische Fußball-Verband (SFV) haben eine umfangreiche Zusammenarbeit beschlossen. Im Kern steht die wissenschaftliche Begleitung der Entwicklung des eSports. Konkret will man Wissen und Information austauschen "mit besonderem Fokus auf eSport". "Der Fußball begann Anfang des 20. Jahrhunderts die Massen in seinen Bann zu ziehen, eSport ist sein heutiges Pendant - mit großem Potenzial für Wirtschaft und Gesellschaft", sieht Prof. Dr. Ludwig Hilmer, Rektor der Hochschule Mittweida, Parallelen zwischen Fußball und eSport. Denn tatsächlich gab es auch einmal eine Zeit, in der Fußball nicht zu den etablierten Sportarten gehörte. Diese Entwicklung beim eSport jetzt wissenschaftlich zu begleiten und künftige Führungspersonen der Branche akademisch auszubilden verstehe die Hochschule Mittweida als Auftrag.

Pikant an der Zusammenarbeit ist, dass in diesem Rahmen auch die Einrichtung eines eSport-Science-Labs beschlossen wurde. Es entsteht in Leipzig in der Büttnerstraße 8-10 und damit eben in dem Haus, in dem am 28. Januar 1900 der Deutsche Fußballbund, der DFB, gegründet wurde. Dass sich der DFB derzeit deutlich reservierter gegenüber dem eSport positioniert als beispielsweise der sächsische Verband ist allen Beteiligten bewusst. Ihnen geht es aber nicht darum, sich in dem momentanen Spannungsfeld der eSport-Anerkennung zu positionieren, sondern es geht um eine wissenschaftliche Betrachtung und Begleitung.

Das betont auch SFV-Präsident Hermann Winkler: "Die wissenschaftliche Expertise der Hochschule Mittweida und ihre praxisnahe Ausrichtung sind in Medien und eSport herausragend. Sie ist damit der perfekte Partner für die Zukunft des Sächsischen Fußball-Verbands. Gegenseitige Unterstützung in der Ausbildung, gemeinsame Publikationen und Veranstaltungen sowie die wissenschaftliche Begleitung von Projekten im SFV eröffnen unserem Verband bisher unvorstellbare Möglichkeiten."