Games

EU fördert deutsche Spieleentwickler erstmals siebenstellig

Insgesamt sieben deutsche Entwickler, fünf davon aus Bayern, können sich über Geld aus Brüssel im Rahmen der diesjährigen Videospielförderung beim Creative Europe-Programm freuen. Seit Start der Förderung aus Brüssel gingen fast 2,4 Mio. Euro nach Deutschland.

09.10.2018 07:20 • von

Es war aus Deutscher Sicht die bislang erfolgreichste Förderrunde der EU für Videospielentwickler. Seit 2014 fördert Brüssel im Rahmen es Creative-Europe-Programms einmal jährlich auch Spieleentwickler. Insgesamt 30 Firmen kamen 2018 zum Zug. 3,7 Millionen Euro hat Brüssel 2018 bewilligt. Und ein großer Teil davon geht nach Deutschland. Insgesamt sieben von 17 Firmen aus Deutschland, die einen Antrag stellten, bekamen diesen auch bewilligt. Und fast alle wurden mit dem Höchstbetrag von 150.000 Euro gefördert. So fließt nun die Rekordsumme von 1,04 Millionen Euro an deutsche Entwickler.

Das Ergebnis überrascht und stimmt zugleich positiv. Denn offenbar ist die EU-Förderung endlich bei deutschen Entwicklern angekommen. In den Jahren zuvor erhielten auch deshalb deutlich weniger deutsche Entwickler eine Förderung, weil es viel weniger Anträge gab. Kumuliert man alle Ergebnisse hat die EU seit Start des Programms im Jahr 2014 deutsche Entwickler mit insgesamt 2,38 Mio. Euro gefördert. Die Summe verteilte sich wie folgt:

- 2014: 390.000 Euro an vier Entwickler - 2015: 210.000 Euro an zwei Entwickler - 2016: 250.000 Euro an drei Entwickler - 2017: 497.870 Euro an vier Entwickler - 2018: 1.040.970 Euro an sieben Entwickler

Dass die EU-Förderung von den Firmen zunehmend angenommen wird ist bei aller Kritik ist vor dem Hintergrund wichtig, dass jetzt die Weichen für das nächste Medien-Förderprogramm gestellt werden. Nach wie vor geht der Löwenanteil an die Filmbranche. Will die Gamesbranche hier ein größeres Stück vom Kuchen ergattern, müssen die vorhandenen Gelder auch abgefragt werden. Das scheint nun der Fall zu sein, vor allem auch dank einiger bayerischer Entwickler. Denn fünf der sieben nun geförderten Unternehmen stammen aus Bayern: Benjamin Lochmann New Media, Realmforge Studios, Reality Twist, Aesir Interactive und HandyGames erhielten jeweils die Maximalsumme von 150.000 Euro. Weitere 150.000 Euro gingen an Studio Fizbin. Nurogames erhielt 140.970 Euro.