Games

NRW: Regierungsparteien wollen Gamesbranche stärken

Die Fraktionen von CDU und FDP im Landtag von NRW wollen mit einem gemeinsamen Antrag die Gamesbranche insgesamt, aber vor allem auch im bevölkerungsreichsten Bundesland stärken. Auch der Einsatz von Games im Schulunterricht soll geprüft werden.

13.09.2018 07:46 • von
CDU und FDP bringen einen Antrag in den Landtag NRWs ein, der die Gamesbranche im Bundesland weiter fördern soll (Bild: Bildarchiv des Landtags Nordrhein-Westfalen/Bernd Schälte)

Schon jetzt zählt Nordrhein-Westfalen zu den wichtigsten Standorten der deutschen Gamesbranche. Geht es nach Willen der NRW-Landtagsfraktionen von CDU und FDP ist das Ziel aber noch lange nicht erreicht. Die beiden Regierungsparteien brachten jetzt gemeinsam den Antrag "Nordrhein-Westfalen zum Games-Standort Nummer 1 machen" ein. Dieser sieht vor, dass der Landtag des bevölkerungsreichsten Bundeslandes die hohe Bedeutung der Gamesbranche für NRW feststellt und dass neben regulatorischen Maßnahmen zum Jugendmedienschutz auch die Medienkompetenz wichtig für den sicheren Umgang mit digitalen Medien ist. Weiterhin soll der Landtag den engen Austausch mit der Branche begrüßen, dass die Landesregierung die Rahmenbedingungen für die Gamesbranche verbessert und dass die Verdoppelung der Fördersummen über die Film- und Medienstiftung angekündigt wurde.

Entscheidend für die Branche ist jedoch der Forderungskatalog, den die Antragsteller aufgestellt haben und den der Landtag bei der Landesregierung einfordern soll. Darin finden sich Punkte, die der Gamesbranche in Deutschland insgesamt zu Gute kommen. Beispielsweise soll sich die Landesregierung NRWs gegenüber dem Bund für Einführung und Übernahme einer Gamesförderung stark machen. Auch soll sie Anpassungen des Jugendschutzgesetzes in Abstimmung mit dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag auf Bundesebene begleiten.

Die meisten Forderungen zielen jedoch auf eine Stärkung des Gamesstandortes NRW ab. So soll der Aufbau eines Kompetenzzentrums geprüft werden sowie der Bedarf nach zusätzlichen Studienplätzen und zertifizierten Berufsabschlüssen. Konkret soll auch das Mediennetzwerk.NRW als Anlaufstelle der Branche weiterentwickelt werden. Nachwuchs und Gründer sollen weiter durch die Film- und Medienstiftung gefördert werden. Ebenso sollen wissenschaftliche Erkenntnisse über den eSport gefördert werden. Und last not least soll die Landesregierung prüfen, in welcher Form geeignete Games altersgemäß im Schulunterricht für das Lehren und Lernen genutzt werden können.

Der Antrag wird voraussichtlich als Tagesordnungspunkt 20 in der 34. Sitzung des Landtags am 19. September beraten und soll an den Ausschuss für Kultur- und Medien sowie den Ausschuss für Digitalisierung und Innovation und den Sportausschuss überwiesen werden. Die abschließende Beratung und Abstimmung soll dann nach Vorlage einer Beschlussempfehlung durch den Ausschuss für Kultur- und Medien erfolgen.