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USK-Statistik 2017: Deutlich weniger 18er-Titel

Die USK hat ihre Jahresstatistik für 2017 vorgelegt. Die Zahl der klassischen Prüfverfahren erreichte erneut nur das niedrige Vorjahresniveau. Der Anteil der physischen Spiele, die "Keine Jugendfreigabe" als Kennzeichnung erhielten, sank auf 6,3 Prozent.

07.02.2018 10:43 • von
Der Anteil der "18er"-Titel ist deutlich zurückgegangen (Bild: USK)

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat im Jahr 2017 insgesamt 1647 klassische Prüfverfahren für Computer- und Videospiele durchgeführt. Das sind fast exakt so viele wie im , als die wenigsten Prüfungen seit Einführung der Jugendschutznovelle 2003 verzeichnet wurden. Hintergrund ist die Verlagerung des Geschäfts auf den Digitalvertrieb. Durch sie ist die Zahl physischer Spielereleases seit Jahren rückläufig, was sich wiederum auf die USK auswirkt. Gesetzlich vorgesehen ist eine USK-Prüfung und bei Spielen auf physischen Datenträgern.

Hinsichtlich der Prüfergebnisse lässt sich feststellen, dass nach wie vor drei Viertel aller Spiele für Kinder ab 12 Jahren oder jünger freigegeben werden. Auch der Anteil der 18er-Spiele sank 2017 deutlich und zwar von 7,1 Prozent im Vorjahr auf 6,3 Prozent bei den physisch vermarkteten Spielen und auf 6,1 Prozent, wenn man auch Apps und Mobile Games einbezieht, die über das IARC-System ein USK-Rating erhalten.

Apropos IARC: Auch hier zeigt die USK-Statistik, wie massiv der Wandel hin zur digitalen Vermarktung ist. Und sie zeigt, wie wenig klassische Prüfverfahren auf die Appstores anwendbar wären. Denn 2017 wurden über das IARC-System nicht weniger als 2,5 Millionen neue Alterskennzeichen vergeben. 2016 waren es "nur" 1,5 Millionen. "Wir sind froh, dass es der USK gelungen ist, mit IARC einen international anschlussfähigen Jugendmedienschutz zu ermöglichen und werden uns auch 2018 dafür einsetzen, das System im Sinne eines praktikablen Jugendmedienschutzes weiterzuentwickeln", so die neue USK-Geschäftsführerin Elisabeth Secker.