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Microsoft-Mitarbeiter befeuert "Always On"-Gerüchte für neue Xbox

Mit etwas unvorsichtigen Aussagen über Twitter verstärkt der Creative Director der Microsoft-Studios in Seattle, Adam Orth, die Gerüchte, dass der Xbox-360-Nachfolger eine permanente Internetverbindung verlangt.

01.01.1970 01:00 • von Daniel Raumer

Noch wartet die versammelte Branche darauf, wann Microsoft sich offiziell zum Xbox-360-Nachfolger äußern wird. Obwohl es seit Monaten immer wieder über die neue Plattform gibt -- höre sie nun auf den Namen , "Xbox 720" oder "Xbox Next" - hält sich der US-Konzern nach wie vor bedeckt, was handfeste Infos zum Playstation-4-Konkurrenten angeht.

Der Gerüchteküche lässt man so freilich freien Lauf. Und die brodelt wieder gewaltig in den letzten Tagen. US-Blogs berichten jüngst unter Berufung auf interne Microsoft -Quellen, dass die neue Konsole zum Spielen eine permanente Internetverbindung verlange. Ohne "Always On" würde das Gerät angeblich keine Spiele oder Software starten und bei Verlust der Serververbindung nach drei Minuten die Anwendung stoppen. Ein rotes Tuch in den Augen vieler Kunden, die sich zwar mittlerweile mit der digitalen Distribution und Accountbindungen arrangiert haben, aber gegen eine verpflichtende dauerhafte Internetverbindung Sturm laufen. Durchaus zu Recht, wenn man sich als jüngstes Beispiel den .

Wenig zur Glättung der Wogen hat jetzt Adam Orth, der Creative Director der Microsoft-Studios in Seattle, beigetragen. Im Gegenteil, durch seine Aussagen auf Twitter befeuerte er die Gerüchte zum "Always On"-Zwang für die Xbox 720 noch. Orth schrieb sinngemäß, dass er die Aufregung nicht verstehe. Heutzutage sei jedes Elektronik-Geräte sowieso permanent online, Gamer sollten sich gefälligst nicht so anstellen ("Deal with it!").

Von einem anderen Twitter-User darauf angesprochen, dass das Internet in Ballungszentren der USA natürlich zuverlässig und schnell sei, auf dem Land aber keinesfalls, antworte ihm Orth, warum überhaupt jemand an solchen Orten lebe. Auch wenn er diese Aussage sehr wahrscheinlich ironisch verstanden haben möchte, ein Dementi sieht anders aus.

Freilich handelt es sich um die Aussagen einer Einzelperson, die keinesfalls als offizielle Stellungnahme von Microsoft zu verstehen sind. Ohrts Twitter-Account ist inzwischen auch nicht mehr öffentlich. Verlässliche Ansagen wird es nur geben, wenn Microsoft die Konsole offiziell vorstellt.