Games

Asiens Games-Riesen investieren im Westen

Games-Entwicklung und -Vermarktung stehen hoch im Kurs. Die Investmentprofis von Digi-Capital verzeichneten in den vergangenen Monaten steigende Investitionstätigkeiten. Insbesondere die finanziell starken Anbieter aus Asien werfen vermehrt ein Auge auf aufstrebende westliche Branchenunternehmen.

01.01.1970 01:00 • von Tim Pototzki
Die Investitionen in Games-Unternehmen sind in den vergangenen Monaten angestiegen (Bild: Creatas)

Nicht zuletzt der Boom im Web-, Mobile- und Social-Games-Bereich hat laut Digi-Capital in den vergangenen Monaten zu steigenden Investitionstätigkeiten im Markt geführt. Die wachsende Kapitaldecke von Unternehmen im neuen Gamesmarkt sowie die neu entdeckte Leidenschaft von Risikokapitalgebern für Hersteller und Vermarkter von Computer- und Videospielen haben seit Jahresbeginn für einige große Deals gesorgt. Internationale Aufmerksamkeit erregten etwa der Einstieg des chinesischen Anbieters Tencent bei US-Entwickler Riot Games. Mit geschätzten 350 bis 400 Mio. Dollar bewegt sich der Deal in einer ähnlichen Größenordnung wie der Eigentümerwechsel bei Bigpoint im April.

Generell stellt Digi-Capital verstärkte Akquisetätigkeit bei asiatischen Unternehmen fest. Genannt werden muss beispielsweise der japanische Mobile-Social-Games-Anbieter DeNA, der mit reichlich Kapital im Rücken die Expansion in neue Märkte anstrebt. Die in den vergangenen Jahren stark gewachsenen Anbieter aus China, Japan und Südkorea suchen vermehrt in Europa und Amerika nach passenden Partnern und vielversprechenden Investitionsmöglichkeiten. Dieser Trend wird laut Digi-Capital auch in der zweiten Jahreshälfte anhalten und zu weiteren Übernahmen insbesondere im Bereich Online-, Mobile- und Social-Games führen.