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Koch Media schließt Deep Silver Vienna

Koch Media wird die Entwicklungsniederlassung in Wien, Deep Silver Vienna, zum 31. Januar 2010 schließen. Die Produktion des Multiplattformers "Ride To Hell" sei von der Entscheidung nicht beeinträchtigt.

01.01.1970 01:00 • von Tim Pototzki

Koch Media schließt zum 31. Januar 2010 Deep Silver Vienna. Das Studio unter Leitung der österreichischen Branchenveteranen Hannes Seifert und Dr, seines Zeichens auch Präsident des Österreichischen Verbands für Unterhaltungssoftware, wurde Mitte 2007 von Koch Media übernommen und von Games That Matter in Deep Silver Vienna umbenannt. In Wien wollte der Publisher Konsolenspiele für den internationalen Markt produzieren lassen.

Das Team um Seifert und Laber setzte sich zum Teil aus ehemaligen Mitarbeiter von Rockstar Vienna zusammen, die für Take 2 noch an Hits wie "Max Payne", "GTA Vice City" oder dem umstrittenen "Manhunt 2" mitgearbeitet hatten. Zuletzt arbeitete Deep Silver Vienna am Multiplattform-Titel "Ride To Hell". Die Studioschließung soll sich Unternehmensangaben zufolge aber nicht auf den Titel auswirken, der jetzt direkt in der Zentrale in Planegg bei München fertiggestellt werden soll. Auch beim Zeitplan bleibt Koch Media zuversichtlich. "Ride To Hell" soll demnach wie geplant 2011 auf den Markt kommen.

"Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Gesamtlage ist es für Koch Media jedoch notwendig geworden, Prozesse weiter zu optimieren, die Produktionsleitung entsprechend vollständig nach München zu holen und in der Konsequenz redundante Stellen abzubauen", erklärte Dr, Geschäftsführer von Koch Media.