Games

Editorial: Die Entscheidung hat erst begonnen

01.01.1970 01:00 • von Olena Omelyanchuk

Nicht weil er nach Köln geht oder weil er mit der Koelnmesse zusammenarbeitet - angesichts der Lage in Deutschland, des Einzugsgebiets, der Größe des Messegeländes und der Erreichbarkeit sind das ohnehin eher begünstigende Faktoren -, nein, weil er voranschreitet in der Hoffnung, dass ihm der Rest der Branche folgt und die GAMESCom so einem Phönix gleich der Asche der GC entsteigt. Doch der BIU vertritt die größten Publisher, den "Geldadel", der Branche, aber in seiner Gesamtheit vertritt er eben nur zwölf Einzelfirmen. Die zählte hingegen 500 Aussteller.

Das sind 488 Firmen, die nicht Mitglied im BIU sind und die dem Ruf des BIU nach Köln deshalb auch nicht zwingend Folge leisten müssen. Keine Frage, von ihnen hängt sicher nicht das Gelingen des Publikumbereichs ab, sehr wohl aber das Gelingen des Fachbereichs. Und nur ein gelungener Fachbereich kann die GAMESCom zu der Leitmesse für Games in Europa machen. Die Kooperation zwischen BIU und Koelnmesse ist nicht das Ende des Entscheidungsprozesses, sondern der Anfang. Allerdings - auch das sollte wegen der Historie der ECTS allen klar sein - geht es 2009 nicht um Leipzig oder Köln, sondern um Köln oder gar keine relevante deutsche Gamesmesse. Unabhängig davon muss und wird Leipzig 2008 die Branche erneut rocken.