Games

USK bleibt Prüfinstanz

20.03.2003 15:06 • von

Im Rahmen der Informationsveranstaltung in Berlin hat der Verband der Unterhaltungssoftware Deutschlands (VUD) die Bedeutung des Prüfgremiums der USK ab Inkrafttreten des neuen Jugendschutzgesetzes (JuSchG) deutlich hervorgehoben. Zu dem im Juni 2002 verabschiedeten Gesetz hat sich die Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesjugendbehörden in Beratungen mit Vertretern der USK und dem VUD nach mehrmonatigen Verhandlungen auf die jetzt vorliegenden Ausführungsbestimmungen verständigt:

Die Bundesländer beauftragen offiziell die USK mit der Durchführung der Prüfung von Unterhaltungssoftware auf jugendschutzrelevante Inhalte.

Die Länder kennzeichnen auf Empfehlung der USK Unterhaltungssoftware mit der jeweiligen Alterseinstufung.

Die Länder übernehmen die durch die USK vorgenommene Altersempfehlung ohne Beschränkung bis "USK 16". Für die "USK 18"-Ratings ist eine Sonderregelung vorgesehen.

Sämtliche Produkte dürfen vom Handel ausnahmslos nur noch an Personen oberhalb der angegebenen Altersgruppe abgegeben werden.

Für die bereits im Handel befindlichen Produkte sind Übergangsregelungen vorgesehen.

Die Kennzeichnung der Produkte muss zukünftig auf der Produkthülle und dem Datenträger erfolgen.

"Die Erfahrungen von fast neun Jahren und bis heute 8180 geprüften Softwareprogrammen bei der Beurteilung von Inhalten erfährt nunmehr in zweierlei Hinsicht eine Bestätigung. Die USK war und bleibt die Selbstkontrolleinrichtung für Unterhaltungssoftware, und die Übernahme ihrer Einstufungen macht deutlich, dass ihre Kriterien und Einstufungen auch ohne gesetzliche Vorschriften immer dem gesellschaftlichen Kontext entsprochen haben", sagte Ronald Schäfer, Geschäftsführer des VUD und Verhandlungsführer der Industrie bei den Ausführungsgesprächen mit der Obersten Landesjugendbehörde.